Samstag, 10. Januar 2015

Paraguay, die Erste.



Wie fang ich an, den Anfang dieses neuen Abenteuers zu beschreiben?

Mit dieser Frage sitze ich jetzt schon seit etlichen Minuten vor meinem Laptop und weiß nicht, was ich zuerst schreiben soll.

Schon wieder.

Schon wieder so viele neue Eindrücke, die auf mich einprasseln.

Schon wieder so viele tolle neue Leute zum Kennenlernen.

Schon wieder so viel von mir nicht verstandene Sprache um mich herum.

(Natürlich Spanisch, dann unzählige Sprachen wie Guarani,

die von den Indianern gesprochen werden, dann noch Plattdütsch... )

Aber alle „schon wieders“ füren irgendwie dazu, dass ich mich hier von anfang wohl gefühlt hab.

Am 30. Dezember, wie gesagt, noch nen Schneeengel in Karlsruhe gemacht,

am 31. Dezember nach 3 verschiedenen Flügen und einer 6-stündigen Busfahrt pünktlich zum Jahreswechsel (die Raketen gingen gerade los, als wir aus dem Bus ausgestiegen sind) im Chaco angekommen – ziemlich übermüdet.. ;)
Zum Glück hatten wir auch noch gut zwei Tage, in denen wir uns ruhig eingewöhnen konnten. Mit Baden im See, kühler Brise, und einem Rundumwohlfühlprogramm (vor allem was das Essen betrifft!) bei der Familie von Gabi, einer unserer Schülerinnen, die eben hier bei den Mennoniten aufgewachsen ist.

Am Sonntag Nachmittag hat dann mit einem Eröffnungsgottesdienst der erste Teil unseres Einsatzes hier begonnen: Eine Jüngerschafts und Missionsschule (JMS) gemeinsam mit 17 mennonitischen Jugendlichen. Das heißt, dass wir hier drei Wochen lang mit Unterricht, Lobpreiszeiten, evangelistischen Einsätzen in die verschiedenen Teile Filadelfias, und ganz viel gemeinsamen Aktionen verbringen. Untergebracht sind wir in einer Schule mit Internat, da hier momentan Sommerferien sind (von Dezember bis Februar).

Nach anfänglichem gegenseitigen Beschnuppern sind doch echt schnell die ersten Freundschaften aufgekeimt und die ganze Gruppe wächst schon jetzt immer besser zusammen.

Das ist ziemlich gut für den zweiten Teil der JMS: in zwei Wochen werden wir uns aufmachen und rund 2 Wochen ins Nachbarland Bolivien fahren, um auch dort mit verscheidenen Gemeinden zusammen zu arbeiten und einfach den Menschen vor Ort zu dienen und ihnen Gottes Liebe zu zeigen. Das wird definitiv noch spannend... wenn ich mir meine Bröckchen Spanisch so angucke... ;)



Heute haben wir uns in Dreiergruppen aufgemacht, um Menschen aus den auch in Filadelfia (oder auch Fernheim) angesiedelten verschiedenen Indianerstämmen kennen zu lernen.

Jeweils mit mindestens einem Spanischsprecher sind wir einfach rein in die Siedlung.

Ich muss zugeben, dass ich noch so gar nicht einschätzen konnte, was mich erwarten würde. Außer Begrüßungsfloskeln spreche ich eben wirklich noch kein Spanisch.

Wir sind also losgelaufen. Erst wurden wir noch kurz von nem Strauß verfolgt (der glaub ich als Wachhund fungierte..), sind dann aber ziemlich schnell an eine Familie geraten, die im Schatten eines riesigen Baumes zwischen ihren Häusern (ganze Familie auf einem Hof) saß und sind ins Gespräch gekommen. Uns wurden Stühle angeboten. Später haben wir dann herausgefunden, dass wir quasi beim Bürgermeister der Siedlung angekommen sind. Und einfach weil wir Interesse gezeigt haben, haben wir gut 3 Stunden mit ihnen reden können und echt viel über ihre Kultur, ihren Stamm, ihre Lebensweise, ihre Wünsche erfahren können, ohne etwas geben zu müssen. Einfach gegenseitige Wertschätzung, Interesse und ein wenig Zeit – etwas, was gerade wir Deutschen ruhig wieder öfter füreinander aufbringen könnten, find ich...


Achso... Fotos... ich weiß... ich versuchs wirklich die nächsten Tage, wenn hier weniger Menschen gleichzeitig im Internet sind!! :D :D
(auf dem Foto seht ihr den minimalsten Teil davon..)

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