Donnerstag, 19. September 2013

Lest einfach selbst, falls es euch interessieren sollte..

G a s t f a m i l i e

Grandios – We are blessed! Seit ner guten Woche sind wir nun in unserer Gastfamilie. Wir, das sind Katha und ich. Unsere Hostmummy ist einfach grandios. Zwar ist sie die Einzige ihrer Familie, die uns wirklich erlebt (ihr Mann arbeitet in Holland und die 6 Kinder sind alle schon ausgezogen, bzw in alle Welt ausgeflogen) und dennoch oder aber vielleicht auch gerade deswegen hat sie uns super herzlich aufgenommen und versucht uns den Aufenthalt hier so angenehm wie möglich zu gestalten (→ dadurch wird’s für meinen Geschmack teilweise fast schon zu westlich..;) Zum Beispiel wurde jetzt extra für uns ne Waschmaschine angeschafft...!!). Außerdem gehören zum Haushalt Abigail, die sich seit ca. nem Jahr um alles im und ums Haus kümmert und die absolut witzig ist, und 4 Hunde, die aber bis auf ein freundliches Begrüßungsknurren nicht so viel Kontakt zu uns haben, da sie draußen in Käfigen wohnen.




E s s e n

Erlebnisreich. An alle Fischliebhaber: Ghana ist euer Land! Zu jeder Mahlzeit gibt’s hier mindestens ein Stück Fisch. Und wenn ich ein Stück sage, dann mein ich nicht ein Fischstäbchen oder Filet-Stück, wie man das vielleicht in Deutschland kennt, sondern ein Stück Fisch. Einfach ein Stück abgeschnitten und beispielsweise fritiert. Dass da der Genuss lebensgefährlich werden kann ist nebensächlich, solange man halt keine Gräte in die Speiseröhre gelangen lässt. Ansonsten hab ich schon vieles Unterschiedliches gegessen (Kenkey, Banku, Fufu, Plantain...) und muss sagen, dass mir das meiste auch echt schmeckt und dass ich das Essen wahrscheinlich wenn ich zurück bin vermissen werde, so wie ich jetzt auch deutsches Essen vermisse. (Vor allem BROT! Hier isst man halt ein halbes Weißbrot und hat immer noch Hunger...-> auch hieran erkennt ihr, dass ich wieder einen vielleicht schon etwas zu gesunden Appetit entwickelt hab, ich werd hier noch "obushi"...:/ :D) 
 


Aber Freunde, jetzt kommt ne absolute Sensation: 
Ich hab mich doch tatsächlich an eine Kokosnuss rangetraut.. 
UND SIE HAT MIR GESCHMECKT!
Aber auch nur, weil die hier sowas von anders schmecken.. Genauso das Obst: das ess ich in Deutschland nicht mehr; ihr tut mir vielleicht Leid mit diesem faden Zeug was ihr da habt...





G e m e i n d e

Genial – We are blessed! Mein Team ist wie gesagt im „World Prayer Center“ und der Name ist Programm! Hier wird absolut powervoll und ausdauernd gebetet und ich hab das direkt schon lieben gelernt auch wenn es doch so oft ganz anders als gewohnt ist. Sonntags findet, anders als in den meisten anderen größeren Gemeinden, hier nur ein Gottesdienst statt, der halt von 8 bis offiziell 10.30, also bis mindestens 11.30 geht. Dafür ist dann aber Mittwochabend jede Woche ein 3stündiges Prayermeeting, Donnerstags ein Gottesdienst am Morgen und jede Woche Freitag eine „Prayer-All-Night“, die von 21.00 bis offiziell 04.00 geht, letzte Woche aber direkt gegen 06.00 erst geendet hat. :D Das Zeitverständnis ist hier ja generell etwas anders. Auf jeden Fall aber wurden wir auch in der Gemeinde sehr herzlich empfangen (wir werden auch von der Gemeinde als Pais-Team Unterstützung bekommen) und natürlich auch direkt von Prophet Nana, dem Hauptpastor, auf dem Heiratsmarkt angepriesen... :D Ansonsten ist der echt ein krasser Mann Gottes, der mit unglaublicher Weisheit aber trotzdem auf sehr lebensnahe Weise seine Botschaften rüberzubringen weiß.


d i e s d a s
Ich liebe ja die Hühner, Schafe, Ziegen auf der Straße, vor allem wenn sie zwischen beispielsweise Fernsehern, die dort verkauft werden, herum laufen.
 



  







Dass man fast jeden Tag mal irgendwie am Atlantik vorbei kommt hat auch was.


 














Die Trotro-Aufschriften sind der Hammer. Da steht dann halt irgendwas auf Twi (etwa „Nyame Adom“ → „Gottes Gnade“) und darunter „Malermeister Müller – für Sie unterwegs“

Man kann alles auf dem Kopf tragen, wenn man es kann.
 
Wenn man irgendwas braucht, 
dann kann man das bestimmt auf der Straße kaufen. 
Notfalls auch aus dem Auto-/Trotrofenster.

Freitag, 13. September 2013

"Straßenverkehr"

Naja. Der Größere und Stärkere hat halt Vorfahrt. Vor allem, wenn der Größere und Stärkere auch noch die lautere und höhere Hup-Frequenz hat. Das Umfahren der Schlaglöcher und Bodenwellen, bzw. das Finden von Straßenteilen ohne diese, hat etwas von Auto-Scooter-Fahren. Und so sehen die Autos auch aus. Ohne Beulen, Rost etc geht nicht. Ich bezweifle, dass auch nur ein einziges auch nur ne rote Plakette kriegen würde. Die Luft ist also ein echter Genuß. Man leidet auch ein bisschen mit, wenn das Auto, in dem man sitzt, ungefähr alle 10 Meter irgendwo aufsetzt; nicht selten sieht man Menschen am Straßenrand unter ihrem Auto liegen um irgendetwas zu reparieren. Wenn man das Warten Leid ist, fährt man halt neben der "Fahrbahn" an den anderen vorbei - in beide Richtungen, man kann sich ja ausweichen. Rote Ampeln werden teilweise beachtet. Straßen überqueren kann man überall. auch auf dem Highway, man muss halt nur schnell genug sein. Man kann auch einfach auf dem Motorway warten und ein Tro Tro anhalten und dann halt dort einsteigen. Man kann hier vieles. Auch sich nen Führerschein kaufen, wenn man jemanden mit zum Amt bringt, der einem bestättigt, dass man Fahren kann. Und so fahrn die auch. Der Straßenverkehr ist und bleibt ein Erlebnis!

>Ich frag mich was die machen würden, wenn die keine Hupen hätten.. die würden ja dauernd alle ineinander fahren!<   -Zitat Sabina

Donnerstag, 5. September 2013

Ich hab in der letzten Woche...

Dreistündigem, lauten, tanzvollen, ghanaischen Gottesdienst beigewohnt: Check!



Über einen riesigen Markt gelaufen,

auf dem man ALLES kaufen kann (auf der Straße natürlich): Check!



Wäsche gewaschen (OHNE Waschmaschine ;) ): Check!



Worship geleitet: Check!



Stoff für ein original ghanaisches Kleid gekauft: Check!



Viele Leute kennen gelernt von denen ich noch viel lernen kann: Check!



Partly angefangen auf Englisch zu thinken: Check!



Festgestellt, dass es hier eigentlich bei allem „drauf an kommt“...: Check!



Hunderte von Moskitostichen gekriegt: Check!



Viel über die Vision und die Arbeit von Pais::Ghana gelernt: Check!



Flip-Flop-Streifen auf den Füßen: Check! 
 



Strom zu schätzen gelernt, aber auch wieder mal

festgestellt, dass dieser gar nicht mal so elementar ist: Check!



Mit meinem momentanen Team (ob das so bleibt „kommt drauf an...“)

einen beispielhaften Gottesdienst/Unterricht (→Ministry) für die Schulen vorbereitet: Check!



Mich an das Fehlen von fließendem Wasser im Badezimmer und

das „Do not throw the toilet paper in the toilet“-Schild gewöhnt: Check! 
 



Angefangen deutsches Brot zu vermissen: Check!

Eine 5minütige "Preach" vor den anderen gehalten: Check!



Ghanaisches Essen (teilweise!) liebgewonnen: Check! 
 oke, das jetzt nicht sooo :D



Vorfreude auf die täglichen krassen, kraftvollen

Gebetszeiten entwickelt, mit denen wir in den Tag starten: Check!



Mit 31 Leuten im Trotro (die hier überall fahrenden Kleinbusse (oft

deutscher Herkunft, erkennbar an den meist noch lesbaren Aufschriften

wie „Wäscherei Meyer“) mit eigentlich 15 Plätzen) gefahren: Check!



Ganz viel frische Ananas gegessen: Check!



Festgestellt, wie privilegiert ich doch echt bin, dass ich hier

sein kann (hierbei erneut ein richtig fettes Dankeschön an alle,

die mich sowohl finanziell als auch im Gebet unterstützen!!): Check!

jetzt doch endlich erfahren, wer mein Team ist: Check!

Katha, unsere Teamleiterin,
und Prosper - zusammen sind wir Pais:Tema und unsere Gemeinde ist das "World Prayer Center" Ich freu mich schon soo drauf, die Gemeinde kennen zu lernen, nächsten Mittwoch gehts dann richtig los!