Montag, 27. Januar 2014

Juchu, keine leeren Versprechungen mehr... :D

Bam. 
Jetzt schaff ich es doch tatsächlich mal wieder.
Puh.
Krass, dass schon der Januar fast wieder vorbei ist,
geht nicht so wirklich ganz richtig in mein klitzekleines Köpfchen hinein.
Beim Durchlesen vergangener Blogeinträge fällt mir aber auf,
dass ich oft gar nicht so richtig viel erzählt hab,
sondern mehr um die kleineren Erlebnisse herum palabert hab.
Thihihi.
Auch daran fällt mir wieder auf, wie lange ich schon hier bin,
denn anscheinend ist der ganze Rest schon absoluter Alltag
und scheint eben immer nicht ganz so erzählenswürdig.
Ist schließlich alles schon normal für mich.
Haha.
Aber alles könnte ich ja ohnehin nicht schreiben und schon gar nicht beschreiben.
Zurückblickend auf die letzten 5 Monate kann ich aber sagen:
Durchwachsen, doch mit überwiegend positiver Bilanz! :)


Klar, es war und ist auch oft anstrengend, aber ich merke, wie ich gerade daran einfach total wachse, mehr über mich, die Ghanaer und deren Kultur und vor allem über Gott lerne und auch Ihm zu vertrauen, gerade dann, wenn mir grad alles zu viel wird und ich nicht weiß, wohin das noch alles führen wird!

So langsam werd ich auch immer öfter gefragt und frag michs auch selber: wenn das so weiter geht mit der Zeitverfliegerei (es ist schon Halbzeit?!?!?!) – was mach ich dann eigentlich ab Sommer?
Um euch also die Frage vorweg zu nehmen: Ich weiß es noch nicht!
Es gibt verschieden Optionen, die auch eher schon wieder zu viele sind,
aber noch hab ich ja ein bisschen Zeit...;)
Außerdem halte ich mich da auch an ein ziemlich kuhles Versprechen
(das sich auch im letzten Jahr um diese Zeit schon bestätigt hat):                                 „Vertrau Dich dem HERRN an 
       und sorge Dich nicht um Deine Zukunft!
       Überlass sie Gott, ER wird es richtig machen.“ Psalm 37, 5


Nun aber doch noch ein bisschen was über die vergangenen Monate, in 11 Monaten ist schließlich schon wieder 
Weihnachten → wird hier eher überhaupt nicht gefeiert; deswegen haben wir es uns mit einigen Paislern am 24. ein wenig gemütlich gemacht, lecker gegessen, ein bisschen gesungen, gespielt+gelacht und selbst nen kleinen Weihnachtsgottesdienst gefeiert.

Adventszeit → wurde mir (auch Dank des ghanaischen Post“systems“ immer mehr im Nachhinein) von vielen lieben Leuten aus Deutschland etwas adventlicher gemacht und so ein bisschen versüßt (Medase paaa, ihr Lieben!!), da ansonsten bei 30° C auch irgendwie nicht so dolle Weihnachtsstimmung aufkommt...
→ ist auch in der ghanaischen Kultur nicht so sehr (gar nicht) verankert



Silvester → ist hier ein bisschen wie Weihnachten in Deutschland: da rennt jeder in die Kirche. Dort gibt’s dann einen „Crossover-Service“, auch „Watch-Night“ genannt, also quasi ein Gottesdienst über den Jahreswechsel – mal ganz anders, aber auch echt ziemlich kuhl, das mal mitzuerleben.



Pais-Arbeit betreffende Erklärungen, damit ihr auch wisst, wovon ich schwafel:

Ministries → sind die Andachten, die wir in den Schulen halten (jede Schule hat einmal die Woche eine Schülerversammlung, die quasi ein Gottesdienst ist) und die durch EPIC- Elemente   
E – xperiential
P – articipating
I – mage Driven
C – onnected 
veranschaulicht und spannend gemacht werden.



Mentoring → ist ein Prinzip von One-on-one-Treffen, in denen man über sein Leben, seinen Glauben, Gott und die Welt spricht und in denen der Mentor versucht, seinem „Mentee“ darin zu helfen, im Glauben zu wachsen und vor allem seinen eigenen Glauben zu entwickeln. Gementort wird jeder bei Pais, ich also von meiner Teamleiterin Katha, und jeder bei Pais mentort auch, ich hab also einige Mentees in den Schulen und treffe mich alle zwei Wochen mit je einem meiner Mädels. (Hier seht ihr 2 davon..)


HD → (Haverim Devotion) ist eine Art, eine Bibelstelle in 4 Schritten zu lesen und das „zusammen mit Freunden“ (Haverim), was unglaublich wertvoll ist, da man durch die 4 Schritte schon 4 verschiedene Sichten bekommt. Wenn man das dann auch noch mit beispielsweise 4 anderen Leuten macht, kann man schon 20 unterschiedliche Sichten auf eine einzige Bibelstelle bekommen.

Die Schritte sind   
P'shat – ein Blick auf die Hintergründe und geschichtlichen Umstände
Remez– ein Vergleich mit ähnlichen Stellen/Situationen/Umständen/Personen
D'rash – ein „SichselbstindieStellehineinbegeben“
Sod – eine Art Meditation über die Stelle


Hubday → ist das wöchentliche Treffen mit den anderen Teams in Accra, bei dem wir uns austauschen, zusammen beten, Teachings bekommen, Zeit haben, um im Team für die kommende Woche vorzubereiten und einfach Zeit zusammen verbringen.


So. Das sind glaub ich erstmal die wichtigsten Begriffe, die ich öfter schon verwendet, aber immer nur halb erklärt hab, bei Fragen oder Anmerkungen dürft ihr mir natürlich gern schreiben. :)

Ansonsten, wie versprochen, hier noch ein paar Bilder:
 




Eins der lustigen Spiele an Weihnachten: das Joghurtfüttern mit verbundenen Augen... hmpf. :D
An den weihnachtlichen Kronen ist die Anwesenheit der britishen Kultur erkennbar..                             


 

In den Weihnachtsferien haben wir mit einigen Paislern einen "Touri-Tag" gemacht und sind zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten in die Volta-Region (lässt von Interessierten ganz einfach bei GoogelMaps nachgucken..) gefahren.
Davon seht ihr hier unsere glorreiche Besteigung des Mount Afadjato.





 







Und noch ein bisschen mehr davon, mit etwas Aussicht im Hintergrund (leider durch den Hamatan etwas zu wolkenverhangen, trotzdem war es wirklich, wirklich beeindruckend!)


 
 













Da ich leider das falsche Schuhwerk im Gepäck hatte (ich war schließlich als Touri unterwegs) mussten meine FlipFlops nach einigen Metern Bergbesteigung weichen und ich bin kurzerhand Barfuß weiter - das war ein Spaß (auch wenn etwas heiß und steinig. Haha) und meine Füße hätten hinterher auch fast einem Ghanaer gehören können.. Der Farbe nach. Obibinifüße quasi. :D          


 






Mit diesen netten Persönchen durfte ich den Tag verbringen:         








 




Wir haben nicht nur von oben, sondern auch von unten Gottes krasse und einfach unglaubliche Natur bewundert:
Die Wli-Falls waren am Ende des Tages nicht nur erfrischend, sondern auch einfach nur beeindruckend...












Schon mal ein niedliches kleines Äffchen in "freier Wildbahn" gefüttert? Thihihi, die warn ganz schön frech, aber so wird man halt, wenn man eine Touristenatraktion ist und jeden Tag mehrmals mit leckeren Bananen gefüttert wird...



Beim aus dem Fenster gucken hab ich noch gedacht: ist das UNSER REIFEN, der da rollt???
Die Worte des Fahrers waren nur ein missbilligendes: "This Car"...
Zum Glück sind wir aber sicher geschliddert und konnten direkt ins nächste Taxi umsteigen, so wars irgendwie am ehesten witzig. :D 
Ich hoffe, euch geht’s soweit gut! Stay blessed!

Donnerstag, 16. Januar 2014

Verzeihung und Gruß und Schluss.

Freunde, verzeiht!
Ich weiß, ich hab ewig kein Lebenszeichen von mir verlauten
lassen und auch jetzt wirds eher nur ein Lebenszeichen als
 irgendwas mehr - aber Ghana und das Internet haben in der
letzten Zeit oft nicht so ganz zu meinen Gunsten zusammen gespielt...
Mir gehts auf jeden Fall gut und ich hoffe, euch bal mal wieder
mit ein paar Bildern versorgen zu können!
 Euch noch ein FROHES NEUES JAHR thihihi!
Und bis bald, seid gesegnet!
Die Carolinewaschmaschine.