Sonntag, 6. April 2014

Eigentlich

Hach wie die Zeit verfliegt.
Eigentlich war dies zu verfassen nämlich schon
für vor Wochen von mir geplant gewesen.
Ja Eigentlich.
Eigentlich ist so ein Wort, das irgendwie ganz schön viel
oder aber auch einfach so gar nichts ausdrücken kann.

Eigentlich freu ich mich schon wieder ziemlich auf Deutschland, aber
meine Gemeinde hier werd ich zum Beispiel auf jeden Fall total vermissen
(grade sitz ich hier nach einer weiteren AllNight, die ich trotz anfänglicher Müdigkeit wirklich einfach nur genossen hab und bin
Eigentlich so überhaupt gar nicht müde –
die ghanaische Art zu beten und vor allem gegen 3.00 morgens fett
mit allen im (ghanaischen) Lobpreis abzudancen halten einen wirklich wach.
Und Gott auch wenn Er mag. ;) )

Eigentlich kann ich mich nach wie vor an einiges in der ghanaischen Kultur nicht gewöhnen aber irgendwie hab ich auch trotzdem schon ein bisschen Angst vor dem Kulturschock, der mich back home erwarten wird.

Eigentlich braucht man hier zwar immer Stunden mit dem zu-einem-Ort-hinkommen, aber trotzdem versuche ich auch das zu genießen (ist wenigstens im Vergleich zu Deutschland ziemlich preisgünstig..).

Eigentlich dachte ich, ich hätte einen ungefähren Plan, was ich als nächstes machen könnte, aber Gott gibt einem so oft doch plötzlich wieder ganz andere Optionen.

Eigentlich denken wir viel zu oft Eigentlich und sowieso in viel zu vielen Konjunktiven, die uns dann davon abhalten, all das Geniale, Großartige, Atemberaubende, Unglaubliche, Unvergessliche zu erleben, das wir erleben könnten und das Gott für Dich, mich, uns geplant hat.
One Day, Baby, we'll be old, oh Baby,
we'll be old and think of all the Stories that we could have told“
Das ist nicht nur ein Lied, das eine Zeit lang viel zu viel in allen deutschen Radiosendern lief, sondern so oft bittere Wahrheit. Ich hab mich hier in der letzten Zeit noch einmal ganz neu dafür entschieden, dass ich nicht so enden möchte. Ich möchte rauskommen aus dem ganzen Eigentlich, das mich später so einiges bereuen lassen kann. Ich möchte ausbrechen und einen Weg gehen, der mich selbst und auch andere dazu inspiriert, mehr in ihrem Leben zu sehen als nur ein „arbeiten, essen, schlafen“. Ich möchte mehr von dem sehen, was Gott für mich und mit mir geplant hat und möchte das vor allem nicht mehr nur so nebenbei tun.
Eigentlich, denkst Du Dir jetzt vielleicht, siehst Du das ganz anders und glaubst auch vielleicht nicht dran, ABER Ich hab schon jetzt so viel erlebt, gesehen, gelernt, gespürt von Gottes krasser und einfach unglaublicher Liebe, die mir die Freiheit gibt, mich eine Prinzessin nennen zu können, deswegen mag ich nicht mehr einfach still sein und nett lächeln – ehrlich gesagt wünsch ich mir, dass DU das auch erleben kannst!
Eigentlich klingt das vielleicht wirklich alles seltsam und nicht normal, aber zum Glück ist Gott das auch so überhaupt nicht - normal – und auch alles andere als in-irgendeine-Schublade-steckbar. Aber das Allerkuhlste ist:
Gott ♥ Dich!
Und er wird niemals damit aufhören. Auch Du kannst Prinzessin oder Prinz sein und vielleicht einfach mal aus dem Eigentlich ausbrechen und mehr erleben als nur ein paar Geschichten, die Du hättest erzählen können... Vielleicht ist es ja einen Versuch wert – ganz einfach wird es wahrscheinlich nicht, aber wie kuhl wäre es, wenn es am Ende heißen könnte:
One Day, Baby, we'll be old, oh Baby,
we'll be old and tell of all the Stories that we've experienced“!