Ich weiß. Ich gelobe
ständig Besserung und nie wird’s was.
Aber ich lass mir keine
Schuld zuweisen.
Ich werde es nach wie vor
darauf schieben, dass das mit dem Internet hier halt sone Sache ist.
Ist ja auch so.
Tut mir tatsächlich
allerdings trotzdem irgendwie zumindest ein bisschen Leid.
Ich hoffe ihr verzeiht
mir!
Der Februar ist um. Am
25. war ich genau ein halbes Jahr hier und jetzt sinds schon nur noch
4 Monate – die Zeit...
Die letzte Woche hab ich
viel zuhause und in meinem Bett verbracht; da hat mir wohl mein
Körper mal gesagt „em, tschuldigung, ich glaub, Du bist ganz schön
viel unterwegs, das reicht dann jetzt auch mal..“ also war ich
einfach mal gehorsam. Aber keine Sorge, ich bin zwar 'Obruni',
Malaria hab ich dennoch nicht. Krieg ich auch nicht! Das ist
beschlossene Sache.
Es war einfach viel los.
Wie die 'M4-Conference' bei der wir an zwei Samstagen mit rund 500
Schülern insgesamt jeweils einen ganzen Tag Programm hatten unter
dem Motto „I am free“
basierend auf Galater 5,1
„Durch Christus sind
wir FREI geworden, damit wir als Befreite leben.“
Und
da hab ich mich dann gefragt: Frei sein? Was bedeutet das denn jetzt
eigentlich ganz genau? Und bin ich auch frei? Jo! Aber lebe ich auch
so? Und da ist mir dann aufgefallen, dass ich hier manchmal irgendwie
ein bisschen dolle auf den Schein achte. Klar, ich bin weiß und
falle sowieso schon auf. Aber gerade deswegen könnte ich doch ruhig
auch wirklich ich selbst sein, oder? Es ist sogar schon so weit
gekommen, dass einer aus meiner Gemeinde jetzt schon mehrmals zu mir
meinte: „Du bist ja auch eher still, oder?“ Da musste ich
innerlich immer ein kleines bisschen lachen. Aber eigentlich ist es
eher traurig. Und deswegen hab ich jetzt ganz neu nochmal
beschlossen, dass es mir wirklich egal ist, was Leute denken (ist es
ja eigentlich sonst auch, seltsam..) und ich mich auch vor allem
nicht einfach in die „Obruni-Schublade“ stecken lasse. Ich bin ja
wohl immer noch ich! Also hab ich mal wieder angefangen auch vor
Ghanaern ein bisschen doller verrückt, ein bisschen mehr Caro zu
sein. Benehmen kann ich mich ja immer noch. ;)
Ist
auch gleich richtig gut angekommen. In der einen Schule wurden Katha
und ich nach ner Ministry von einer Schülerin angesprochen, die
meinte, dass wir uuuuuuuunbedingt Schauspielerinnen werden sollten,
weil wir um etwas zu veranschaulichen eben ein kurzes Drama gespielt
hatten und alle gaaaaanz begeistert waren. Thihi. :)
Aber
noch mal zum eigentlichen Punkt: Freiheit. Das ist nicht nur ein
schönes Wort, dass die meisten mit etwas Positivem verbinden: Jesus
hat mich, uns, Dich schon lange frei gemacht!
Was
das heißt? Er hat uns die Lasten des Alltags, der Schuld, der Ängste
und allem was wir sonst noch so mit uns herum tragen schon lange
genommen! Jetzt sagst Du vielleicht: „Merk ich nix von..“ jahaa..
der Trick ist nämlich, das auch anzunehmen! Geht ganz einfach:
Sagste:
„DANKE, Jesus!“ und fängst dann einfach an, so zu leben, als
hätteste keine Lasten mehr!
Wenn
Du es mir nicht glaubst, probiers doch einfach mal aus.
Wenn
Du nicht willst.. Selbst Schuld! :P
Ich
hab das auf jeden Fall gerade in letzter Zeit immer wieder neu erlebt
und freu mich immer wieder mal darüber, wie gut es Gott mit mir
meint und wie verrückt doch Seine Pläne und Wege sind.. Und auch
wenn es mich die letzte Woche ein bisschen umgehauen hat und ich auch
im Allgemeinen hier nicht zwangsläufig ruhigeren und weniger
herausfordernden Zeiten entgegen blicke: Auch da will ich
unvoreingenommen auf die vor mir liegenden vier Monate blicken und
mich darauf freuen, auch dort Gottes Wege gehen zu dürfen, denn wenn
ich eins in den letzten fast 19 Jahren meines Lebens gelernt hab (und
man muss nicht immer alt und grau sein, um etwas gelernt haben zu
können):
„If God brings You TO it, He will bring You THROUGH
it!“ Auch wenn man das vielleicht nicht immer sofort erlebt, im
Rückblick ergibt so vieles irgendwie immer auf einmal Sinn. Und
außerdem, hat denn jemals jemand behauptet, das Leben sei ein
Ponyhof? Hm, blöder Vergleich... Ich konnte ja mit Pferden noch nie
so viel anfangen.. Aber da hab ich auch die richtige Antwort im
Kindergottesdienst bekommen: „What do we do with horses?“ Kind:
„eat!“ em. Oke. Verzeiht, ich schweife ab. Was ich eigentlich
sagen wollte: Ich freu mich auf das was kommt, auch wenn es keine
Kaffeefahrt werden wird!
Was
es jetzt noch mit der Überschrift auf sich hat? Eine Mango und fünf
Bananen kann man für gut zwei Ghana Cedis (nicht mal ein Euro)
überall auf der Straße erwerben, sie pürieren und schon hat man
das unglaublich leckere Mango-Bananen-Mark, das in Gläsern im
Bio-Regal meiner favorisierten deutschen Drogeriemarkt-Kette zu
finden ist – nur halt frisch und somit
hundertfünfzigtausendmillionenmal LECKERER!
Mjam
+ Tschüss mit üss, seid gesegnet und bis bald!