Wenn Du heiß auf Abenteuer bist, dann geh in Südamerika
Busfahren.
Könnte ich so stehen lassen. Könnte ich auch erklären. Na
gut.
Wann hats angefangen. Als wir vor mittlerweile schon fast
wieder nem Monat aus dem Chaco im Norden Paraguays Richtung Santa Cruz in
Bolivien aufgebrochen sind.
Busfahrt nach Bolivien.
Ein 5-Sterne-Bus war geordert und bezahlt. Als er ankam
waren wir froh, dass es ja auf die inneren Werte ankommt, aber die haben wir
auch nicht gefunden. Dann kamen die noch vom Regen nassen Staubstraßen.
Schlammlöcher. Es schaukelte. Wir mussten aussteigen. Vor uns drei LKWs, die
aber auch erst eine Nacht standen. Wir hatten ja Zeit. Alle Jungs sind
schaufeln gegangen. Die Mädchen beten. Vor allem als unser Bus Anstalten machte,
an dem im Schlamm steckenden LKW vorbei zu fahren. Zu schaukeln. Zu kippeln....
Nervenkitzel. Angst. Räder aus dem Schlamm. Noch mehr Angst. Noch mehr Lobpreis
und Gebet. 1. Thessalonicher 5: 16-18! Und dann die absolute Erleichterung als er
es geschafft hatte. Dankbarkeit. Vorbei? Nein! Kurz danach: wieder alle raus.
Laufen. Wasserloch. Sehr tiefes Wasserloch. Zu tiefes Wasserloch. Noch mehr
Lobpreis und Gebet. Zack, Bus durch. Danke, Jesus! Vorbei? Nein! Lichtmaschine
kaputt. Bus immer langsamer. An bolivianischer Grenze: halbe Stunde warten auf
Ersatzteil. Halbe Stunde = 6 Stunden. Nachts. Abendessen um halb 6 morgens.
Weiter gehts.
Bolivien war dann sehr intensiv. Zu viel ums einfach
aufzuschreiben. Gastfamilie. No hablo Espanol. Pero estoy estudiando.
Kinderprogramm. Gemeinde kennen lernen. Mehr Spanisch lernen.
Jugenderziehungsheim. Krasses Drama gespielt. Mehrmals. Kindergarten. Menschen
kennen lernen. Auf Plätze gehen. Stadt erleben. Aufs Dorf fahren.
Gottesdienste. Mehr Spanisch lernen.
Spontan gepredigt.
Mit Übersetzung
natürlich. Gastfamilie noch besser kennen gelernt. Für Menschen beten.
Abgefahrene Gebetserhörungen erlebt. Schmerzen einfach weg. Danke Jesus!
Gruppenbild Bolivien Team1+2
Findet ihr mich? (Tipp: die Info mit dem Einsatz-Shirt ist bei mir nicht angekommen.. thihihi)
Rückfahrt. 2 Stunden gewartet. Gleicher Bus, gleiche
Busfahrer. Kurz Angst. Aber die wollten wohl was wieder gut machen. Knapp 10
Stunden kürzer!
Busfahrt nach Asunción.
Mehr Tickets verkauft als Plätze im Bus. Standart. Wir
hatten zum Glück Sitzplätze, haben uns aber schlecht gefühlt. Ansonsten aber
mehr oder weniger reibungslos. Hätte aber so aussehen können:
Auch in Asunción ist einiges passiert, wenn wir uns auch ein
bisschen mehr an die Kultur anpassen mussten. Viel warten und aus deutscher
Sicht fast schon ineffektive Zeit. Aber auch das war irgendwie entspannt, wenn
man lernt, damit umzugehen. Durfte ich ja letztes Jahr schon. Wieder
Gastfamilien. Noch mehr Spanisch lernen. Hablo Espanol solo un poquito pero
entiendo un poco más. Drama aufführen auf einer Bühne, auf der eigentlich knapp bekleidet Carneval gefeiert wurde.
Wieder absolut geniale Gebetserhörungen erlebt. Ein auf
einem Auge blinder Mann sieht wieder. Nur son Randbeispiel. Woop woop,
Hallelujah!!!
Und jetzt momentan:
Busfahrt nach Argentinien.
An der Grenze 2 Stunden warten. Alle raus. Alles raus. Noch
mehr Stempel gesammelt. Alles wieder rein. Alle wieder rein. Weiter. 200 Meter.
Stopp. Was los? Streik, LKW quer auf der Straße. 4 Stunden warten. Beten. Dann
alle Vorhänge zu und mit Polizeieskorte es über eine Nebenstraße versucht.
Angespannte Stimmung. Eigentlich sollten wir schon da sein. Nicht wissen, was
los ist. Geschafft. Jetzt wird erstmal geschlafen.



