Mittwoch, 5. März 2014

eine Mango und fünf Bananen.

Ich weiß. Ihr habt schon wieder länger nichts von mir gehört.
Ich weiß. Ich gelobe ständig Besserung und nie wird’s was.
Aber ich lass mir keine Schuld zuweisen.
Ich werde es nach wie vor darauf schieben, dass das mit dem Internet hier halt sone Sache ist.
Ist ja auch so.
Tut mir tatsächlich allerdings trotzdem irgendwie zumindest ein bisschen Leid.
Ich hoffe ihr verzeiht mir!
Der Februar ist um. Am 25. war ich genau ein halbes Jahr hier und jetzt sinds schon nur noch 4 Monate – die Zeit...
Die letzte Woche hab ich viel zuhause und in meinem Bett verbracht; da hat mir wohl mein Körper mal gesagt „em, tschuldigung, ich glaub, Du bist ganz schön viel unterwegs, das reicht dann jetzt auch mal..“ also war ich einfach mal gehorsam. Aber keine Sorge, ich bin zwar 'Obruni', Malaria hab ich dennoch nicht. Krieg ich auch nicht! Das ist beschlossene Sache.
Es war einfach viel los. Wie die 'M4-Conference' bei der wir an zwei Samstagen mit rund 500 Schülern insgesamt jeweils einen ganzen Tag Programm hatten unter dem MottoI am free“ basierend auf Galater 5,1
Durch Christus sind wir FREI geworden, damit wir als Befreite leben.“
Und da hab ich mich dann gefragt: Frei sein? Was bedeutet das denn jetzt eigentlich ganz genau? Und bin ich auch frei? Jo! Aber lebe ich auch so? Und da ist mir dann aufgefallen, dass ich hier manchmal irgendwie ein bisschen dolle auf den Schein achte. Klar, ich bin weiß und falle sowieso schon auf. Aber gerade deswegen könnte ich doch ruhig auch wirklich ich selbst sein, oder? Es ist sogar schon so weit gekommen, dass einer aus meiner Gemeinde jetzt schon mehrmals zu mir meinte: „Du bist ja auch eher still, oder?“ Da musste ich innerlich immer ein kleines bisschen lachen. Aber eigentlich ist es eher traurig. Und deswegen hab ich jetzt ganz neu nochmal beschlossen, dass es mir wirklich egal ist, was Leute denken (ist es ja eigentlich sonst auch, seltsam..) und ich mich auch vor allem nicht einfach in die „Obruni-Schublade“ stecken lasse. Ich bin ja wohl immer noch ich! Also hab ich mal wieder angefangen auch vor Ghanaern ein bisschen doller verrückt, ein bisschen mehr Caro zu sein. Benehmen kann ich mich ja immer noch. ;)
Ist auch gleich richtig gut angekommen. In der einen Schule wurden Katha und ich nach ner Ministry von einer Schülerin angesprochen, die meinte, dass wir uuuuuuuunbedingt Schauspielerinnen werden sollten, weil wir um etwas zu veranschaulichen eben ein kurzes Drama gespielt hatten und alle gaaaaanz begeistert waren. Thihi. :)

Aber noch mal zum eigentlichen Punkt: Freiheit. Das ist nicht nur ein schönes Wort, dass die meisten mit etwas Positivem verbinden: Jesus hat mich, uns, Dich schon lange frei gemacht!
Was das heißt? Er hat uns die Lasten des Alltags, der Schuld, der Ängste und allem was wir sonst noch so mit uns herum tragen schon lange genommen! Jetzt sagst Du vielleicht: „Merk ich nix von..“ jahaa.. der Trick ist nämlich, das auch anzunehmen! Geht ganz einfach:
Sagste: „DANKE, Jesus!“ und fängst dann einfach an, so zu leben, als hätteste keine Lasten mehr!
Wenn Du es mir nicht glaubst, probiers doch einfach mal aus.
Wenn Du nicht willst.. Selbst Schuld! :P
Ich hab das auf jeden Fall gerade in letzter Zeit immer wieder neu erlebt und freu mich immer wieder mal darüber, wie gut es Gott mit mir meint und wie verrückt doch Seine Pläne und Wege sind.. Und auch wenn es mich die letzte Woche ein bisschen umgehauen hat und ich auch im Allgemeinen hier nicht zwangsläufig ruhigeren und weniger herausfordernden Zeiten entgegen blicke: Auch da will ich unvoreingenommen auf die vor mir liegenden vier Monate blicken und mich darauf freuen, auch dort Gottes Wege gehen zu dürfen, denn wenn ich eins in den letzten fast 19 Jahren meines Lebens gelernt hab (und man muss nicht immer alt und grau sein, um etwas gelernt haben zu können): 
„If God brings You TO it, He will bring You THROUGH it!“ Auch wenn man das vielleicht nicht immer sofort erlebt, im Rückblick ergibt so vieles irgendwie immer auf einmal Sinn. Und außerdem, hat denn jemals jemand behauptet, das Leben sei ein Ponyhof? Hm, blöder Vergleich... Ich konnte ja mit Pferden noch nie so viel anfangen.. Aber da hab ich auch die richtige Antwort im Kindergottesdienst bekommen: „What do we do with horses?“ Kind: „eat!“ em. Oke. Verzeiht, ich schweife ab. Was ich eigentlich sagen wollte: Ich freu mich auf das was kommt, auch wenn es keine Kaffeefahrt werden wird!
Was es jetzt noch mit der Überschrift auf sich hat? Eine Mango und fünf Bananen kann man für gut zwei Ghana Cedis (nicht mal ein Euro) überall auf der Straße erwerben, sie pürieren und schon hat man das unglaublich leckere Mango-Bananen-Mark, das in Gläsern im Bio-Regal meiner favorisierten deutschen Drogeriemarkt-Kette zu finden ist – nur halt frisch und somit hundertfünfzigtausendmillionenmal LECKERER!
Mjam + Tschüss mit üss, seid gesegnet und bis bald!

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